
Die Monster Energy AMA Supercross-Saison beginnt am kommenden Wochenende wie jedes Jahr im Angel Stadium in Anaheim. Der Saisonstart gilt als wichtige Standortbestimmung für Fahrer und Teams. Es bietet sich ein erster Blick auf die Kräfteverhältnisse der Monster Energy Supercross Tour 2026.
Die alles überschattende Nachricht noch vor Weihnachten war der Ausfall von Top-Favorit Jett Lawrence. Der Australier wurde in einem Trainingscrash verletzt und hat sich eine Fraktur im rechten Sprunggelenk sowie im Fußbereich zugezogen. Der Meister des Jahres 2024 galt ohne Zweifel als der Mann, den es zu schlagen gilt. Ohne ihn wird der Titelkampf in der 450 ccm-Klasse offener, die 17-Runden-Serie vielleicht noch packender.
Die Favoriten
Cooper Webb (Yamaha)
Webb ist als Titelverteidiger die erste Nennung, wenn es um die Meisterschaftskandidaten geht. Der 30-Jährige ist der einzige Pilot im Feld mit drei Titelgewinnen. Anders als seine Rivalen Chase Sexton und Eli Tomac ist er seiner Motorradmarke treu geblieben. Webb darf man aufgrund seines Willens sowie seiner Konstanz und Erfahrung nie abschreiben, auch wenn er vermeintlich schon geschlagen ist.
Chase Sexton (Kawasaki)
Sexton holte den Titel 2023 mit Honda. Die zwei Jahre KTM, die folgten, waren kein Desaster, Rennsiege und ein Outdoor-Titel inklusive, aber so richtig wollte der Knopf nie aufgehen. Beide Seiten, Sexton und KTM, haben das Kapitel relativ schnell abgehakt. Nach den Problemen von Jorge Prado mit der KX450, steht Kawasaki unter starker Beobachtung. Wer war jetzt nicht konkurrenzfähig, das Bike oder der Spanier? Sexton hat von allen Titelkandaten den meisten Druck auszuhalten.
Eli Tomac (KTM)
Tomac ist mit 33 Jahren die Hoffnung für KTM. Mit Kawasaki und Yamaha sammelte "ET3" zwischen 2017 und 2022 insgesamt sechs Titel in der Königsklasse. Er bleibt trotz fortgeschrittener Karriere ein ernster Anwärter auf Rennsiege. Aber reicht das auch für den Titel? Die letzten Jahre wurde der Routinier immer wieder durch teils schweren Verletzungen aus der Bahn geworfen.
Ken Roczen (Suzuki)
Der Fanliebling ist der Fahrer im US Supercross mit den meisten Rennsiegen ohne Titel. Roczen wartet für Suzuki noch immer auf ein Meisterschaftspodium. Jetzt geht die Kombination in ein gemeinsames viertes Jahr. 2024 und 2025 konnte er die Saison nach einer Verletzung nicht beenden. In der FIM Supercross-WM im Herbst zeigte sich der 31-Jährige in sehr guter Verfassung.
Die Strecke im Angel Stadium
Dark Horses
Hunter Lawrence (Honda)
Jetts älterer Bruder muss die Fahne von HRC Honda alleine hochhalten. Der 450ccm Motocross-Vizechamp der letzten beiden Jahre steht im Supercross noch vor seinem Durchbruch. Zwei Podestränge aus 2024 stehen auf der Habenseite. Auch er war letzte SX-Saison lange verletzt.
Justin Cooper (Yamaha)
Cooper ist der Last Man Standing. Der langjährige Yamaha-Pilot absolvierte 2025 als einziger Spitzenpilot alle Rennen im Supercross, Motocross und der SuperMotocross World Championship. Und er hatte in seinem 32. Saisonrennen entscheidenden Anteil, dass es das Team USA aufs Podest beim Motocross der Nationen schaffte. Völlig zurecht kürte ihn RacerX zum "Rider of the Year". Cooper ist einer, dem man seinen ersten Supercross-Rennsieg gönnen würde.
Aaron Plessinger (KTM)
Plessinger hat in seiner Karriere regelmäßig starke Phasen, und dann wieder weniger gute. Anders als Tomac kennt er die KTM 450 SX-F in- und auswendig. Und er hat im Gegensatz zu Lawrence und Cooper Rennsiege im 450ccm Supercross vorzuweisen. Der "Cowboy" fährt seit 2019 in der Königsklasse.
Malcolm Stewart (Husqvarna)
An Stewart könnte durchaus die Rolle des Geheimfavoriten gehen. "Mookie" hat letztes Jahr sein erstes Supercross gewonnen und mit Endrang vier zum zweiten Mal nach 2021 ein absolutes Spitzenergebnis eingefahren. Im November kürte er sich überlegen zum Gesamtsieger des prestigeträchtigen Supercross in Paris. Für die Serie und die Fans wäre es eine große Sache, sollte er im Titelkampf mitreden.
Weitere Piloten, die man im Blick behalten muss
Das ist vor allem das neugegründete Troy Lee Designs Red Bull Ducati Team mit Justin Barcia und Dylan Ferrandis (#14). Für beide Piloten wären vereinzelte Podiumsplatzierungen schon ein echter Erfolg. Ducati hat als Newcomer null Erfahrung im US Supercross. Die Marke bringt auf jeden Fall zusätzliche Aufmerksamkeit und ist ohne Frage eine Bereicherung.
Kawasaki hat nach der unfreundlichen Trennung von Jorge Prado mit Garrett Marchbanks einen 250ccm Fahrer aus dem eigenen Stall befördert. Bei Jorge Prado (KTM), RJ Hampshire (Husqvarna) und Jason Anderson (Suzuki), darf man abwarten, wie sie sich bei den ersten Rennen entwickeln.
Dark Horses
Hunter Lawrence (Honda)
Jetts älterer Bruder muss die Fahne von HRC Honda alleine hochhalten. Der 450ccm Motocross-Vizechamp der letzten beiden Jahre steht im Supercross noch vor seinem Durchbruch. Zwei Podestränge aus 2024 stehen auf der Habenseite. Auch er war letzte SX-Saison lange verletzt.
Justin Cooper (Yamaha)
Cooper ist der Last Man Standing. Der langjährige Yamaha-Pilot absolvierte 2025 als einziger Spitzenpilot alle Rennen im Supercross, Motocross und der SuperMotocross World Championship. Und er hatte in seinem 32. Saisonrennen entscheidenden Anteil, dass es das Team USA aufs Podest beim Motocross der Nationen schaffte. Völlig zurecht kürte ihn RacerX zum "Rider of the Year". Cooper ist einer, dem man seinen ersten Supercross-Rennsieg gönnen würde.
Aaron Plessinger (KTM)
Plessinger hat in seiner Karriere regelmäßig starke Phasen, und dann wieder weniger gute. Anders als Tomac kennt er die KTM 450 SX-F in- und auswendig. Und er hat im Gegensatz zu Lawrence und Cooper Rennsiege im 450ccm Supercross vorzuweisen. Der "Cowboy" fährt seit 2019 in der Königsklasse.
Malcolm Stewart (Husqvarna)
An Stewart könnte durchaus die Rolle des Geheimfavoriten gehen. "Mookie" hat letztes Jahr sein erstes Supercross gewonnen und mit Endrang vier zum zweiten Mal nach 2021 ein absolutes Spitzenergebnis eingefahren. Im November kürte er sich überlegen zum Gesamtsieger des prestigeträchtigen Supercross in Paris. Für die Serie und die Fans wäre es eine große Sache, sollte er im Titelkampf mitreden.
Weitere Piloten, die man im Blick behalten muss
Das ist vor allem das neugegründete Troy Lee Designs Red Bull Ducati Team mit Justin Barcia und Dylan Ferrandis (#14). Für beide Piloten wären vereinzelte Podiumsplatzierungen schon ein echter Erfolg. Ducati hat als Newcomer null Erfahrung im US Supercross. Die Marke bringt auf jeden Fall zusätzliche Aufmerksamkeit und ist ohne Frage eine Bereicherung.
Kawasaki hat nach der unfreundlichen Trennung von Jorge Prado mit Garrett Marchbanks einen 250ccm Fahrer aus dem eigenen Stall befördert. Bei Jorge Prado (KTM), RJ Hampshire (Husqvarna) und Jason Anderson (Suzuki), darf man abwarten, wie sie sich bei den ersten Rennen entwickeln.



