
Ricky Brabec steht unmittelbar vor einem weiteren Sieg bei der Rallye Dakar. Der 34-Jährige US Amerikaner geht mit über drei Minuten Vorsprung in die finale Wertungsprüfung am Samstag. Luciano Benavides beendet die Fahrt von Al Henakiyah nach Yanbu 3:43 Min hinter seinem Honda-Rivalen. Der Argentinier will sich aber noch nicht geschlagen geben.
Dem Ex-Weltmeister, dessen Bruder Kevin die Dakar zweimal gewinnen konnte, bleiben nur 105 Kilometer, um das Unmögliche für KTM noch möglich zu machen. Der Rest des Feldes ist weit abgeschlagen. Nach Lage der Dinge werden sich im Ziel vier Honda und zwei KTM von der Konkurrenz deutlich abgesetzt haben - mit Tosha Schareina als dritten Fahrer auf dem Podest. Vorjahressieger Daniel Sanders hält sich trotz seiner schmerzhaften Verletzungen erstaunlich im Rennen. Er hat sogar gute Chancen, in den Top 5 zu bleiben.
Ricky Brabec: "Ich weiß nicht, ob meine Strategie so gut war. Ich musste den ganzen Tag pushen, aber Luciano fährt wirklich super. Ich habe versucht, Zeit gutzumachen und mein Bestes zu geben, aber er hat zu den Führenden aufgeschlossen und sich früh die Bonuszeit gesichert. Ich weiß, dass er sechs Minuten vor mir gestartet ist und ich bin direkt hinter ihm ins Ziel gekommen, also habe ich die Zeit gutgemacht. Morgen soll es leichter werden, heißt es, und wenn ich gut starte und eine gute Leistung zeige, sollte ich anderthalb Minuten Bonuszeit bekommen. Mal sehen, was passiert."
Brabec hatte am Donnerstag Zeit hergeschenkt, um hinter Benavides starten zu können - und damit sogar knapp die Gesamtführung aus der Hand gegeben. Aber die Strategie ging mit dem heutigen Etappensieg auf.
Luciano Benavides: "Es war ein wirklich harter Tag, und ich habe von Anfang an alles gegeben. Ich habe früh Druck gemacht, Edgar (Canet) recht schnell überholt und ab Kilometer 150 die Etappe angeführt, was unter diesen Bedingungen definitiv nicht einfach war. Wir haben etwas Zeit verloren, aber ich bin zufrieden, weil ich 100 Prozent gegeben habe und wir noch im Rennen sind. Die Etappe war anspruchsvoll mit Staub, schwieriger Navigation, vielen Steinen und einigen weichen Dünen, wo man leicht Zeit verlieren konnte. Morgen steht nur noch eine kürzere Etappe an, und wir werden bis zum letzten Kilometer weiterkämpfen und an uns glauben."
Nach knapp 8.000 Kilometer Wegstrecke, 13 Etappen und zwei Wochen Saudi-Arabien, endet die 48. Rallye Dakar am Samstag in Yanbu.
Stand nach 12 Etappen
1. Ricky Brabec, USA, Honda 48:08:12 Std
2. Luciano Benavides, ARG, KTM +3:20 Min
3. Tosha Schareina, SPA, Honda +27:51
4. Skyler Howes, USA, Honda +58:21
5. Daniel Sanders, AUS, KTM +58:31
6. Adrien van Beveren, FRA, Honda +1:06:57
7. José Cornejo, CHI, Hero +1:40:05
8. Ross Branch, BWA, Hero +2:48:15
Foto: A.S.O./A. Vincent/DPPIFoto: A.S.O./A. Vincent/DPPI



