beaton yamaha

Die Konflikte rund um Iran und im Nahen Osten haben nun auch den Motorsport erreicht - eine der bekanntesten Motocross-Veranstaltungen Australiens fällt aus. Die diesjährige  Ausgabe des Manjimup 15000, geplant für den 29. bis 31. Mai, wurde bereits rund zwei Monate im Voraus abgesagt.

Veranstalter Dirt High Promotions begründet die Absage mit anhaltenden Problemen bei der Treibstoffversorgung und zunehmender Unsicherheit hinsichtlich der Reiselogistik für Teams und Fahrer aus anderen australischen Bundesstaaten.

Willie Thomson (Inhaber Dirt High Promotions): "Wir haben alles versucht, um diese Veranstaltung zu ermöglichen. Da Fahrer und Teams ihre Teilnahme nicht verbindlich zusagen können, ist eine Durchführung des Rennens nicht möglich. Jeder Fahrer und jedes Team, mit dem ich gesprochen habe, versteht, wie wichtig dieses Rennen für die Motocross-Community in Westaustralien ist. Unter den gegebenen Umständen ist es einfach nicht möglich."

"Was Manjimup so besonders macht, sind nicht nur die Rennen, sondern vor allem die Fans. Wir sind es den Fahrern, den Fans und unseren Sponsoren schuldig, dafür zu sorgen, dass sich jeder die Rennen leisten kann und die besten Fahrer und Teams auf der schnellsten Strecke der Südhalbkugel gegeneinander antreten sehen kann."

In Australien ist die Lage angespannt: Durch den Konflikt im Nahen Osten geraten wichtige Öllieferungen ins Stocken, teilweise werden Transporte komplett gestrichen. In der Folge schießen die Spritpreise nach oben und hunderte Tankstellen sind zeitweise leer. Die Regierung warnt bereits öffentlich vor schwierigen Monaten und ruft die Bevölkerung zum Sparen von Treibstoff auf. Gleichzeitig bereitet sich das Land auf mögliche Rationierungen vor, falls sich die Versorgung weiter verschlechtert. Besonders hart trifft es Transport, Landwirtschaft und Logistik - also Bereiche, von denen auch Motorsport-Events abhängig sind.

Rennen mit jahrzehntelanger Tradition

Manjimup ist eine Stadt in Westaustralien. Die ´15000´ bezieht sich auf das Preisgeld in Australischen Dollar bei der ersten Durchführung 1980. Auf der Strecke fand 1992 das Motocross der Nationen sowie 1993 ein Lauf zur 125ccm Weltmeisterschaft statt. Die vergangenen beiden Ausgaben 2024 und 2025 gewann der ehemalige Grand-Prix-Pilot Jed Beaton.

Die Veranstaltung sollte unter der Aufsicht von Motorcycling Western Australia stattfinden. Auch die aktuelle Lizenzsituation im Verband könnte die Entscheidung zusätzlich beeinflusst haben. Für 2027 wird eine Rückkehr des Events angestrebt.

Foto: Yamaha Australia