
Auf dem Programm stehen fünf Tage traditioneller walisischer Renn-Action: technische Waldpassagen, Bergetappen und mit ziemlicher Sicherheit wechselhaftes Wetter. Das Gebiet dürfte vielen aus der Welsh Two Day bekannt sein. Den Abschluss bildet wie gewohnt das Abschluss-Cross am Samstag, an einem noch nicht bekanntgegebenen Ort in der Nähe des Hauptfahrerlagers (dazu weiter unten mehr).
Die Etappen im Überblick
Wales begrüßt die 6DAYS
Die Ausgabe 2027 bedeutet nach 44 Jahren Abwesenheit die große Rückkehr nach Großbritannien. Die erste 6DAYS, damals noch als International Six Days Trial ausgetragen, fand 1913 in Carlisle statt. Seitdem gab es 15 Austragungen im Vereinigten Königreich, acht davon in Wales.
Erwartet werden rund 100.000 Zuschauer, die gemeinsam mit Fahrern, Support-Crews und Offiziellen nach Wales kommen. Prognostiziert wird zudem ein wirtschaftlicher Impuls von 3 Millionen Pfund für den Sport und die Region. Unser Rat: Hotels so früh wie möglich buchen.
Rahmenprogramm vor dem Start
Steve Holcombe, mehrfacher EnduroGP-Weltmeister und ehemaliger 6DAYS-Sieger, rechnet damit, dass das walisische Terrain den Fahrern einiges abverlangen wird. FIM-Präsident Jorge Viegas ist überzeugt, dass Landschaft und Gastfreundschaft die Veranstaltung unvergesslich machen werden.
Steve Holcombe: „Wales ist die natürliche Heimat des Endurosports im Vereinigten Königreich. Gelände und Wetter in der Region, in der die Six Days ausgetragen werden, dürften für alle Fahrer extrem fordernd werden. Ein Sieg wird kein Selbstläufer.”
FIM-Präsident Jorge Viegas ergänzt: „Wales ist ein hervorragender Austragungsort für die FIM 6DAYS: Die Landschaft ist grün und wunderschön. Ich erwarte ein extrem hartes, bestens organisiertes Event. Und ich glaube, die Teilnehmer werden sich vor allem wegen der Gastfreundschaft der Waliser daran erinnern.”
Und die Deutschen?
„Wenn wir es schaffen, dass wirklich die besten deutschen Fahrer an den Start gehen, dann werden wir dort sein. Der DMSB sieht es nicht ein, viel Geld (das Startgeld – Anmerkung des Autors) für die Teams zu investieren, wenn man nicht mal unter die ersten 10 kommt,“ heißt es von Seiten der Kooperationsgemeinschaft Enduro.
Deshalb hatte man schon 2026 auf die offizielle Teilnahme an den Sixdays in Portugal verzichtet.



