Bei der Trophy war es ein vergleichsweise sicherer Vorsprung, so dass Samuele Bernardini, Monolo Morettini und Morgan Lesiardo unter der Führung von Andrea Verona vor Schweden und Frankreich den Pott nach Hause holen konnten.

Beim Abschluss-Cross musste Josep Garcia einsehen, dass ein wenig mehr Hubraum im direkten Vergleich dann vielleicht doch helfen würde - der Spanier gewann einmal nicht, sondern wurde in diesem Lauf "nur" Sechster hinter Sieger Dante Oliveira aus den USA. Auch Andrea Verona war vor ihm gewesen - allerdings direkt vor ihm.
Doch diese Spielereien über die Platzierung beim Abschluss-Cross sind hinfällig, denn es zählt die absolute Zeit und wenn in den anderen Läufen schneller gefahren wird, dann sind diese Fahrer eben noch davor. So rutschten in die Tabelle noch zwei Junioren aus den USA, einer aus Australien und ein Italiener noch dazwischen. So ist es auch bei den Clubfahrern, wo man sich im deutschen Lager so freute, dass immer wieder einzelne Läufe gewonnen wurden - aber am Ende zählte natürlich die gefahrene Zeit im Vergleich zu den anderen Läufen.
Aber, Ehre wem Ehre gebührt, Italien hat auch die reine Tageswertung gewonnen, ist also verdient Mannschafts-Weltmeister geworden.
Bei den Junioren war es da schon wesentlich knapper: Da war Italien mit gerade einmal einer Minute Vorsprung vor Frankreich ins Rennen gegangen. Beim Aufeinandertreffen aller Junioren Waren Alberto Algari, Manuel Verzeroli und Kevin Cristiono zwar nur Dritte hinter den USA und Australien in der Tageswertung, aber gemeinsam immer noch über 30 Sekunden schneller als die Verfolger aus Frankreich!
Damit ging der zweite WM-Titel an Italien.

Siegerehrung Clubteams - 1 x USA - 2 x Italien
Und außerdem holte sich der "MC ITALIA A" noch den Sieg in der Clubwertung, die offiziell keine Trophy ist, sondern der Club-Team-Avard. Aller guten Dinge sind drei und entsprechend wurden die Helden in Motorradstiefeln von ihren Fans gefeiert und feierten sich auch selbst!
Nebenher gab es dann auch noch Auszeichnungen für die Einzelfahrer, die Fabrikmannschaften und so kam Josep Garcia am Ende trotzdem noch auf drei Medaillen: Schnellster E1-Fahrer, Schnellster Fahrer aller Klassen, mit der KTM-Fabrikmannschaft die Goldmedaille geholt - auch wenn er mit der Trophy nur auf den vierten Platz gekommen war.

Dass die Damen der USA zum dritten Mal in Folge den Titel geholt haben, war am Ende keine Überraschung: Doch irgendjemand sollte denen noch erklären, dass man, nachdem man dreimal in Folge gewonnen hat, die Damen-Trophy nicht behalten darf, sondern die im nächsten Jahr, in Protugal wieder verteidigen muss... -
Schnellte Frau war Brandy Richards und am Ende hatte das Team 37 Minuten(!) Vorsprung vor Australien und Frankreich.
Respekt für die beiden deutschen Damen, die sich ins Ziel gekämpft haben. Vor allen Dingen hatte Hedi Baum als Neueinsteiger absolutes Neuland betreten.

Die deutsche Trophy musste sich dann doch Brasilien geschlagen geben: Trotz geschlossener Mannschaftsleistung der vier Deutschen, die innerhalb von 10 Sekunden lagen, war Brasilien trotzdem knapp schneller, womit sich an dem 14. Platz nichts änderte.
Die deutsche Junior-Trophy blieb ebenfalls auf dem 14. Platz vom Vortag. Pascal Sadecke war in der schnelleren Gruppe beim Abschluss-Cross gestartet, war aber trotzdem, oder gerade deshalb nicht der schnellste Deutsche Fahrer des Tages, sondern das war bei den Junioren der Mathias Nick, der seinen Lauf mit deutlichem Vorsprung gewinnen konnte. Doch die Abstände zu den mannschaften davor und danach betragen jeweils fünf Minuten, was mit dem Abschluss-Motocross nicht zu schaffen gewesen wäre.
Das Team "TEAM GERMANY 1 - VEREIN FÜR ENDUROSPORT" mit Jan Schäfer, Paul-Eric Huster und Robin Thelen ist die schnellste deutsche Clubmannschaft
Florian Geissenhofer aus der zweitbesten deutschen Clubmannschaft "TEAM GERMANY 2 - ADAC SUD" auf dem 25. Platz, hat tatsächlich in diesem Jahr schon zwei Sixdays absolviert: sowohl die Schottischen Sixdays Trial als auch die ISDE in einer Saison hat sonst kein bekannter Fahrer geschafft.
Die drittbeste Clubmannschaft ist "TEAM GERMANY CLUB 6 ADAC" auf dem 30. Platz.
Das eines der zehn deutschen Teams um ein Haar seine Platzierung über den Haufen geworfen hätte sei hier nur am Rande erwähnt - der Fahrer wartete am Parc Ferme zu lange, so dass er zu spät startete: "Ich habe gedacht, ich werde aufgerufen und habe nicht auf die Zeit geachtet," gestand er anschließend.

Platz 45 für den schnellsten Deutschen Clubfahrer Jan Schäfer aus den schnellsten Deutschen Clubteam
Ergebnisse
World-Trophy Endstand nach Tag 6: Hier klicken! (PDF)Junior-Trophy Endstand nach Tag 6: Hier klicken! (PDF)
Damen-Trophy Endstand nach Tag 6: Hier klicken! (PDF)
Fahrer-Einzel-Klassenwertung Endstand nach Tag 6: Hier klicken! (PDF)
Clubmannschaften Endstand nach Tag 6: Hier klicken! (PDF)
Veteranen-Clubteam Endstand nach Tag 6: Hier klicken! (PDF)
Clubfahrer Einzelwertung Endstand nach Tag 6: Hier klicken! (PDF)
alle weiteren Ergebnisse auf der offiziellen Homepage: Hier klicken! (LINK) https://fim-isde.com/2025-results/
Von den ursprünglich 657 gestarteten Fahrern kamen nach 6 Tagen noch 616 in Wertung ins Ziel.

Fast 100 kg mehr als die Konkurrenz schleppte Maxi Hahn durch die Sixdays: "Darür hat die BMW aber auch über 100 PS," meint der Allgäuer augenzwinkernd. Das Motorrad setzt er sonst auch bei der GCC in der Zweizylinderklasse ein. "Aber hier im Gelände ist es zur Konkurrenz tiefer und breiter, da geht schnell mal etwas kaputt." Den Schalthebel konnte er schnell wechseln, aber das Loch im Zündungsdeckel musste er erst mit einem Stein und Knetmetall verschießen. Nach dem Wechsel des Zündungsdeckels sprang das Motorrad nicht mehr an und auf der Suche nach dem Fehler kassierte er einige Strafminuten. "Das ärgert mich schon, denn mein Ziel war eigentlich ohne Zeitstrafpunkte durchzufahren." Als Entschädiung konnte er allerdings auch noch seinen Lauf beim Abschluss-Cross gewinnen. " Das war die schönste Sonderprüfung der ganzen Veranstaltung," meinte er abschließend.


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