
Vom frühen Start um 8:00 Uhr am Morgen gewann er Sonderprüfung um Sonderprüfung und ging mit über einer halben Minute Vorsprung in den letzten Test. Da riskierte er dann doch nicht mehr zuviel, war aber immer noch schnell genug, um diesmal mit weniger als eine Sekunde hinter Verona und Garcia auf den dritten Platz zu kommen – Sieg also für den TM-Fahrer vor Titelverteidiger Garcia, der aber in der Meisterschaft immer noch genug Vorsprung hat. Dabei profitierte Garcia von einem Sturz, den nicht er, sondern Steve Holcombe hatte. Der Brite hatte nämlich die meiste Zeit auf dem zweiten Platz gelegen!
Am Ende holte dann allerdings auch Andrea Verona auf und so komplettierten die beiden KTM-Fahrer das Podium.

In der E1-Klasse profitiert Garcia auch vom zweiten Platz durch Jeremy Sydow, der dem WM-Zweiten Morgan Lesiardo nochmal zwei Punkte klaut und womit der Vorsprung von Garcia auf sensationelle 48 Punkte steigt. Damit könnte der Spanier seinen E1-Titel schon am Sonntag vorzeitig verteidigen – dazu reicht ihm selbst ein vierter Platz, wenn Lesiardo die Klasse gewinnen würde.
In der E2-Klasse rückt Pichon den Titelverteidiger Verona erneut bis auf 11 Punkte heran – in der Meisterschaft ist theoretisch und praktisch noch alles möglich – einen Fehler darf sich keiner von Beiden erlauben.

Steve Holcombe (Bild oben) kam zwar „nur“ auf einen vierten GP-Rang: „ich bin gleich zweimal in einem Endurotest gestürzt,“ bekannte der Sherco-Fahrer, der bis dahin sogar auf dem zweiten Platz gelegen hatte. Trotzdem gewann er aber die E3-Klasse, wo er damit die Führung von seinem britischen Landsmann Brad Freeman übernehmen konnte: Holcombe hat nur drei Punkte Vorsprung und der bisherige Zweite, der Schwede Albin Norrbin schaffte nur den fünften Tagesrang, weshalb der Husqvarna-Fahrer verhältnismäßig abgeschlagen auf dem dritten Meisterschaftsrang mit acht Punkten Rückstand liegt.

Bei den vier Deutschen Fahrern lagen die Höhen und Tiefen beieinander: Jeremy Sydow ist definitiv wieder an der Spitze dabei, fuhr auf den zweiten Platz in der E1-Klasse. „Dabei bin ich einmal zu Beginn des Crosstestes weggerutscht, aber trotzdem die fünftbeste Zeit aller Klassen gefahren.“ Außerdem belegte der Triumph-Werks-Pilot in zwei der drei Enduro-Tests sogar den vierten Platz aller Fahrer. In der GP-Wertung kam er so auf den achten Tagesrang.

Nicht so gut lief es bei Luca Fischeder, der kapitulierte schließlich vor den technischen Problemen: „Lieber habe ich aufgehört um das Motorrad für den Sonntag fit zu machen und da wieder vorne mitmischen zu können.“ Als Fehler vermutete er eine defekte Auslaßsteuerung „Da kann man lange mit der Bedüsung experimentieren und nix passt …“

Ganz zufrieden war hingegen Junior Leon Thoms: „Wenn in in der letzten Prüfung nicht noch diesen Pudel auf der Strecke vor mir gehabt hätte, hätte mich der Spanier nicht mehr überholt.“ Ein pudelähnliches Wesen hatte nicht nur ihn behindert, aber doch ganz gewaltig Zeit gekostet. „Der ist einige Kurven vor mir hergelaufen, aber nicht so schnell, wie ich gekonnt hätte. Da habe ich für den Hund das Gas rausgenommen.“ Zu Beginn des Tages hatte ihm einmal im Extremtest ein Ast fast das Brillenband abgezogen, so dass er mit der schiefen Brille nicht mehr richtig sehen konnte. Trotzdem hatte er bis zur besagten letzten Prüfung auf dem zwölften Platz gelegen, was sein bestes WM-Ergebnis gewesen wäre.

Auch Gerry Dittman war grundsätzlich zufrieden: „Fahrerisch ging es gut, nur im zweiten Extremtest habe ich einen Krampf in die Hand bekommen. Das war nicht gerade förderlich und wirkte dann auch noch in der Cross-Prüfung etwas nach. Doch dann ging es wieder.“

Das Podium-Bild kommt diesmal von der E1-Klasse! Schließlich hat es Jeremy Sydow endlich wieder auf den zweiten Platz geschafft.
Ergebnisse 1. Fahrtag:
Enduro-GP: Hier klicken! (PDF)Enduro-1: Hier klicken! (PDF) (mit Sydow)
Enduro-2: Hier klicken! (PDF)
Enduro-3: Hier klicken! (PDF) (leider ohne Fischeder)
Junioren: Hier klicken! (PDF) (mit Thoms und Dittmann)
Junioren - 1: Hier klicken! (PDF)
Junioren - 2: Hier klicken! (PDF) (mit Thoms und Dittmann)
Youth: Hier klicken! (PDF)
Open-2-Takt: Hier klicken! (PDF)
Open-4-Takt: Hier klicken! (PDF)
Open-Senioren: Hier klicken! (PDF)

Nicht am Start, aber auf der Strecke unterwegs: Das medizinische Team mit Ärzten und Sanitätern fährt mit Enduro-Motorrädern "mit" und ist so schnell auch auf unzugänglichen Stellen. Das Team hat lange Tradition und ist auch in der französischen Enduro-Meisterschaft im Einsatz.

Die Sonderprüfungen (wie hier der Motocross-Test) liegen größtenteils auf gerade verlassenen Kuhwiesen.



