
Doppelsieg für Jeremy Sydow beim EM-Finale in Woltersdorf
Erneut ging es über drei Runden mit jeweils drei Sonderprüfungen. Dabei war ausgerechnet die Sonne ein kleines Problem: In der allerersten Crossprüfung ab 8:35 Uhr stand der Himmelskörper noch so tief, dass die Fahrer davon teilweise geblendet wurden. Doch das waren wettertechnisch die einzigen Probleme, denn es blieb nach der regenreichen Woche das gesamte Wochenende trocken von oben und selbst die steilen Auffahrten recht griffig.
Doch von den 56 km Rundkurs waren letztlich über 50 km Offroad in jeglicher Art, von engen Single-Trails über Feld- und Waldwege bis zu Bahnschienen und kleineren Trialpassagen.
Die Damen fuhren, wie am Vortag, nur zwei statt drei Runden und sind deshalb nicht in der Ergebnisliste der Gesamtwertung aufgeführt.
Glück im Unglück hatte Yanik Spachmüller, der auf dem dritten Platz in der E3-Meisterschaft angereist war. Schon der erste Tag lief nicht so gut, aber es blieben noch vier Punkte Vorsprung für den letzten Tag. Dann aber machte mitten im Extremtest das Federbein seiner Triumph schlapp: "Es war quasi nur noch die Feder drin." So hoppelte er durch den Test und direkt dahinter in die Zeitkontrolle. Da musste dann das Motorrad des Teamchefs daran glauben. An beiden Maschinen bauten jeweils zwei Personen die Federbeine aus und eine Minute vor seiner Zeit konnte Spachmüller wieder auf dem eigenen Motorrad losfahren. Wenn das nicht geklappt hätte, wäre nicht nur sein dritter Platz weg gewesen, sondern auch der dritte Platz des "Team Germany" in der Trade-Team-Wertung der EM und auch der zweite Platz in der Nationenwertung, die quasi als eine Trophy traditionell beim Finale der EM ausgefahren wird.

Europameister in der E3-Klasse und im Overall: Luca Fischeder auf der Sherco

Mit zwei dritten Plätzen in der E3-Klasse zeigte Pascal Sadecki eine mehr als gute Leistung: Leider wurde das nicht mit mehr als dem vierten Platz in der Meisterschaft gewürdigt, doch der Fantic-Fahrer zeigte eine klar steigende Leistungskurve in dieser EM-Saison.

Ausgesprochenes Pech hatte Nico Rambow: Der Senior war punktgleich als Führender zum Finale nach Woltersdorf gekommen. Doch auf dem äußerst anspruchsvollen Extremtest konnte ihm sein Konkurrent Dawid Hankus jeweils so viel Zeit abnehmen, dass er das trotz seiner schnelleren Fahrten im Crosstest nicht aufholen konnte. So blieb ihm hinter dem Polen am Ende mit zwei zweiten Plätzen bei seinem Heimrennen der Vize-Titel.
Ergebnisse des 2. Fahrtages
SCRATCH: Hier klicken! (PDF)Klassenweise: Hier klicken! (PDF)
Team-Europameisterschaft: Hier klicken! (PDF)
Nationen-Cup (alle Kategorien): Hier klicken! (PDF)
Gesamtwertung 2-Tage Nationen-Cup: Hier klicken! (PDF)
Zu den einzelnen Meisterschaftsständen: Hier klicken! (LINK)
Direkt vor Ort gab es nach der Tagessiegerehrung auch noch die Ehrung der Europameisterschaft und der Nationenwertung

Europameister Luca Fischeder (Mitte) vor Junior Roland Liska (links) und Lorenzo Macoritto (rechts)

Das deutsche Nationalteam auf dem zweiten Platz (links) mit Luca Fischeder, Jeremy Sydow und dahinter Yanik Spachmüller und Edward Hübner - hinter Sieger Italien (Mitte) und vor den drittplatzierten Polen



