
Obwohl er sich zwischendurch den (Mittel-)Fuß gebrochen hatte, war Jeremy Sydow (Bild) offensichtlich wieder voll fit: Von Anfang an übernahm der Triumph-Fahrer die Führung, obwohl er sich zunächst nicht so wohl fühlte: „Ich hatte dann auch noch einen richtigen Fehler im zweiten Test, doch danach lief es eigentlich ganz rund.“ So „rund“, dass er die letzte Sonderprüfung mit etwas weniger Risiko fuhr, was ihn zwar zwei Sekunden im Vergleich zu den anderen Durchgängen kostete, aber nicht seinen Tagessieg

Der zweite Platz ging an den amtierenden Champion Luca Fischeder (Bild oben): Der Sherco-Pilot war zunächst ganz zufrieden, obwohl er sich in der zweiten Runde seine Bremsscheibe krumm fuhr und die restliche Prüfung nur noch mit Vorderradbremse fahren konnte. „In der fünften Runde habe ich dann zuviel gepuscht und bin wohl deshalb gestürzt,“ zog er dann seine Bilanz.
Freudestrahlend wurde Maxi Wills Zweiter in der E3-Klasse: „Wir haben nach der ersten Runde die Übersetzung am Kettenrad geändert. Danach ging es einfach besser.“
In der E2-Klasse bahnte sich ein Erfolg von Leon Thoms an: Der amtierende Europameister war zu Saisonbeginn auf die 450er Triumph gewechselt. Nun lag er (wie schon in Dahlen) zu Beginn auf dem dritten Platz des Championates. Doch in den engen Prüfungen passte die Übersetzung nicht so gut: „Ich war immer zwischen dem zweiten Gang, der eigentlich zu hoch drehte und dem dritten Gang, der zu niedertourig war. Dazu ploppte zu Beginn außerdem der Motor jede Prüfung mindestens zweimal einfach aus.“ In der Folge wechselte er zumindest den Kupplungshebel aus „der hat sich immer selbst verstellt“, wonach das Problem deutlich besser wurde.

Doch am Ende siegte erneut Matyas Chlum (Bild oben) der mit der Sherco in die E2-Klasse gewechselt war: „Ich hatte am Anfang noch Arm-Pump, doch danach lief es besser und ich konnte an Thoms auf den dritten Platz im Championat vorbeiziehen.“ Daran änderte auch ein heftiger Sturz in der allerletzten Prüfung nichts mehr.
Den dritten Platz auf dem E3-Podium kompletierte Franz Löfqvist, der ein solches Format zum ersten Mal gefahren war. „Ich hatte in der ersten Prüfung etwas Arm-Pump, das war aufgrund der kurzen Etappe auch in der zweiten Prüfung nicht weg. Danach lief es etwas besser.
Als einzige Dame im Feld wurde Lea Meier zwar nur 46. und Letzte, doch die 17jährige hatte mit der DEM noch eine Rechnung offen: Zum Saisonauftakt in Dahlen war sie in der ersten Sonderprüfung mit elektrischen Problemen ausgefallen. Jetzt wollte sie soviel Sonderprüfung fahren wie nur möglich und schielte gleichzeitig zu den Ergebnissen der Damen die in der B-Lizenz gestartet waren. „Dass passt,“ freute sich der Vater, „in der gleichen Prüfung war sie bis zu 20 Sekunden schneller“. Allerdings hat Meier auch an dieser Stelle ein wenig Heimvorteil, da sie aus Meltewitz kommt und dort auch das Motorradfahren gelernt hat.

Wie sich die Bilder gleichen (zum ersten Lauf in Dahlen), die Top-3 des Tages: Luca Fischeder, Jeremy Sydow, Matyas Chlum
Ergebnisse vom 1. Fahrtag:
int. Enduro-Championat: Hier klicken! (PDF)Enduro-1: Hier klicken! (PDF)
Enduro-2: Hier klicken! (PDF)
Enduro-3: Hier klicken! (PDF)
Junioren: Hier klicken! (PDF)
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Meisterschaftsstände (nach 2 von 7 Tagen):
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Deutscher Enduro-Cup

Das B-Lizenz-Championat gewann am Ende Janik Koßack (Bild oben) sehr knapp mit gerade einmal 0,6 Sekunden Vorsprung vor Jonathan Petter: „Ich hatte meinen Vorsprung eingebüßt, als ich in der vorletzten Sonderprüfung noch hängen geblieben bin.“ Da war Petter auf weniger als eine halbe Sekunde herangekommen. In der letzten Prüfung konnte Koßack dann noch weitere 0,2 Sekunden Vorsprung erkämpfen.
Erfreulich ist, dass einige Damen ebenfalls teilgenommen haben, obwohl die Klasse nicht ausgeschrieben war. Das zeigt, den Teilnehmerinnen geht es nicht um den Damenpokal, sondern um das Endurofahren! Beste Dame wurde Vanessa Danz auf dem 61. Platz.

Alle Mann an Bord (hatten wir uns scon gefreut, aber dann fehlte doch ein Fahrer!): Sonst hätte das Bild Seltenheitswert gehabt und deshalb an dieser Stelle die Mannschafts-Siegerehrung mit nur zwei Gewinnern vom ADAC Hessen/Thüringen, den zweitplatzierten vom ADAC OWL und den Fahrern vom ADAC Niesersachsen/Sachsen-Anhalt auf dem dritten Platz
Deutscher Enduro-Cup (alle Klassen): Hier klicken! (PDF)
Meisterschaftsstand (B-Championat): Hier klicken! (PDF)
Alle Ergebnisse und Meisterschaftsstände auf der DEM-Homepage: Hier klicken! (LINK) https://www.enduro-dm.de/de/ergebnisse/

Lou Wohlhaupt gewann die 85-ccm-Klasse
Zusätzlich zur Deutschen Enduro-Meisterschaft und dem Deutschen-Enduro-Pokal starteten auch die Fahrer des Enduro-Jugend-Cup. Das war in Meltewitz möglich, weil keine öffentlichen Straßen befahren wurden, wo die 125er- und 85er-Faher sonst einen Führerschein gebraucht hätten, ebenso wie zugelassene Motorräder.
So aber konnten die Jugendlichen erstmals auf der gleichen Strecke wie die „Großen“ antreten.
Enduro-Jugend-Cup Klasse 4 (125ccm): Hier klicken! (PDF)
Enduro-Jugend-Cup Klasse 3A (85 ccm): Hier klicken! (PDF)
Der Lauf der Klasse 3B musste schon in der ersten Sonderprüfung abgebrochen werden, denn die Anforderung waren für diese Fahrer einfach noch hoch: Durch den vorherigen Regen waren die Auffahrten schwieriger geworden und deshalb kam es an einer Stelle, mitten in der Prüfung, zu einem nicht aufzulösenden Stau.
Alle Ergebnisse und Meisterschaftsstände auf der DEM-Homepage: Hier klicken! (LINK) /



