
Die erste Runde ging an Luca Fischeder (Bild oben), der auch gleich die erste Sonderprüfung vor Jeremy Sydow gewinnen konnte. Der schlug allerdings schon in der zweiten Sonderprüfung zurück und gewann die weiteren Tests, so dass er am Ende mit 13,43 Sekunden Vorsprung gewinnen konnte: "Tatsächlich war ich nicht 100% zufrieden. Ich habe doch kleinere Fehler gehabt, aber das bekomme ich bis zum WM-Start noch hin." Einen dieser Fehler konnte Fischeder dann noch ausnutzen und gewann die allerletzte Prüfung (so wie die Erste):"die erste Runde lief super, doch deshalb hatte ich mir in der zweiten Runde selbst zuviel Druck gemacht. Die dritte Runde war dann wieder ok."
Mit einem Abstand von 1,42 Minuten noch 42 Minuten Gesamtfahrzeit von Sydow wurde Chlum Dritter im Championat. "Ich habe ja die Klasse gewechselt und die ersten beiden Sonderprüfungen liefen nicht so gut. Dann aber lief es besser," freute sich der Sherco-Pilot aus der tschechischen Republik.

Klassensieg für Matyas Chlum
Es war durchaus erstaunlich, wie viele Triumph-Motorräder am Start waren, nachdem die Marke erst letztes Jahr auf dem Enduro-Sport-Markt gekommen war. Allerdings hatte einer diseser neuen Triumph-Fahrer besonderes Pech: Leon Thoms kam offensichtlich sehr gut mit dem neuen Motorrad zurecht und lag die ersten beiden Runden sogar auf dem dritten Platz im Championat und führte die E2-Klasse an. In einem Schlammloch hatte er sich zwar einmal den Schalthebel völlig verbogen, doch das war nicht der Grund für seinen späteren Ausfall: Das Getriebe blockierte fast eine Runde später! Thoms schob das Motorrad zwar noch drei Kilometer weit bis zum Fahrerlager, doch aller Reparaturversuche nutzten Nichts. Ob durch das Verbiegen des Schalthebels auch die Schaltwelle beschädigt worden war und dadurch eventuell einen weiteren Schaden verursacht hatte, war vor Ort nicht eindeutig zuzuordnen. Doch der Ausfall machte den Weg frei für Matyas Chlum, der vor dem amtierenden Meister Edward Hübner und dem Rückkehrer Chris Gundermann die E2-Klasse mit deutlichem Abstand gewinnen konnte.

Erster Platz im Championat war für Jeremy Sydow auch der Tagessieg in der E1-Klasse
Weil die drei Ersten im Championat auch die drei Klassensieger waren, ging es in der E1-Klasse vorwiegend um die Plätze dahinter: Gaststarter Lucas Bergström aus der starken schwedischen Delegation holte sich am Ende den zweiten Platz mit nur acht Sekunden vor Davide von Zitzewitz. Der hatte diese Zeit im zweiten Endurotest von Meltewitz verloren, wo er nach einem Ausrutscher über 15 Sekunden verloren hatte. Dabei hatte Zitzewitz ja schon letztes Jahr seinen Rücktritt angedroht, war jetzt aber wieder Rückfällig geworden. Dazu baute er eine Garcia-Replica auf, eine 250er, die dem WM-Motorrad von GP-Sieger Josep Garcia so ähnlich wie möglich ist.
In der E-3-Klasse fuhr Umsteiger Florian Görner mit seiner neuen Rieju auf den zweiten Platz vor Cross-Spezialist und -Meister Toni Hoffmann vom BvZ-KTM-Team, der letztes Jahr, beim letzten Lauf in Burg zum ersten Mal einen Endurowettbewerb bestritten hatte. Allerdings war nur vier Sekunden dahinter schon Maximilian Wills, der diese Saison zum ersten Mal die 300er Zweitakt-Maschine bewegt, nachdem er bisher mit dem 250er Viertakter in der E1-Klasse unterwegs war.

Wie sich die Bilder gleichen (zu letztem Jahr), die Top-3 des Tages: Luca Fischeder, Jeremy Sydow, Matyas Chlum, aber jeweils auf anderen Motorrädern. Was wieder einmal beweist, beim Enduro kommt es weniger auf das Material, sondern mehr auf den Fahrer an.
Ergebnisse:
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Die Meisterschaftsstände entsprechen dem Tagesergebnis
Alle Ergebnisse und Meisterschaftsstände auf der DEM-Homepage: Hier klicken! (LINK)
Der nächste Lauf der Deutschen Enduro-Meisterschaft findet in wenigen Wochen direkt der Nachbarschaft statt: am 9. und 10. Mai gibt es zwei Tage lang einen Endursprint auf dem Gelände des SHC Meltewitz

Davide von Zitzewitz startete (wie alle, fast 300 Teilnehmer) ganz traditionell auf dem Marktplatz von Dahlen vor dem Rathaus



